Trauer ist kein Umweg. Sie ist ein Teil unseres Weges.
Doch was, wenn wir nicht mehr weiterwissen? Wenn Erinnerungen zu laut, Gefühle zu schwer und der Alltag zu leer wird?
In meiner Arbeit als Psychologin und Begleiterin durch emotionale Krisen erlebe ich immer wieder:
Trauer will nicht „weggemacht“ werden. Sie will verstanden, gehalten und bewegt werden.
Deshalb habe ich einen Onlinekurs in vier Einheiten entwickelt, der dir nicht nur psychologisches Wissen, sondern auch ganz praktische Werkzeuge an die Hand gibt. Hier zeige ich dir, wie du Schritt für Schritt wieder in Verbindung mit dir selbst kommen kannst – und warum jeder einzelne Schritt zählt.
Einheit 1: Trauer verstehen – Orientierung finden
In der ersten Einheit geht es um das, was vielen Menschen in der Trauer fehlt: ein Gefühl von Orientierung.
Du lernst zwei der wichtigsten psychologischen Modelle kennen, die dir helfen, deine Gefühle einzuordnen:
Das Phasenmodell nach Elisabeth Kübler-Ross zeigt, dass Reaktionen wie Leugnung, Wut, Verhandeln oder Traurigkeit ganz natürliche Etappen auf dem Weg zur Akzeptanz sein können.
Das Duale Prozessmodell nach Stroebe & Schut beschreibt Trauer als Pendelbewegung: zwischen dem Schmerz des Verlusts und der Notwendigkeit, im Alltag wieder Fuß zu fassen.
💡 Diese erste Einheit gibt dir die Gewissheit: Du bist nicht falsch – du bist im Prozess.
Einheit 2: Selbsterfahrung – in Kontakt mit dir selbst
Trauer wirft uns auf uns selbst zurück. Doch was sehen wir, wenn wir ehrlich hinschauen?
In dieser zweiten Einheit geht es um deine eigene innere Welt – jenseits von Theorien.
Du wirst eingeladen, dir Zeit zu nehmen für Fragen wie:
Was hat mich heute traurig gemacht?
Was hat mir heute gutgetan – selbst wenn es nur ein kleiner Moment war?
Wo in meinem Körper spüre ich meine Trauer?
Was gibt mir Kraft?
Diese Einheit enthält einfache, aber tiefgehende Reflexionsübungen, die du schriftlich oder still für dich durchführen kannst.
Ziel: Dich wieder spüren – ohne Druck, ohne Bewertung. Nur du und dein ehrlicher, innerer Kontakt.
Einheit 3: NLP – Arbeit mit inneren Bildern und Ressourcen
Jetzt, da du einen ersten Kontakt zu deiner Innenwelt hergestellt hast, lernst du im dritten Schritt, wie du mit ihr gestalterisch arbeiten kannst – mithilfe von NLP-Techniken (Neurolinguistisches Programmieren).
Zwei Werkzeuge stehen im Fokus:
Submodalitäten verändern:
Belastende Bilder lassen sich emotional entschärfen, wenn du z. B. ihre Helligkeit, Lautstärke oder Nähe veränderst. So bekommst du wieder Einfluss auf das, was dich innerlich überwältigt.
Ressourcenanker setzen:
Du erinnerst dich an einen Ort oder Moment, in dem du dich sicher, gehalten oder geborgen gefühlt hast – und verankerst dieses Gefühl in einer Geste oder Vorstellung.
Dieser Anker begleitet dich wie ein innerer Notfallkoffer.
💡 NLP hilft dir, nicht nur zu verstehen, sondern bewusst zu verändern – in deinem Tempo, auf deine Weise.
Einheit 4: Selbsthypnose – innere Sicherheit vertiefen
Zum Abschluss tauchst du in die tiefergehende Technik der Selbsthypnose ein – ein Zustand, in dem du durch Atmung, Vorstellung und innere Sprache dein Nervensystem beruhigst und deinen inneren Schutzraum stärkst.
Du lernst:
wie du dich selbst in einen Zustand sanfter Ruhe versetzt,
wie du über Suggestionen innere Sicherheit aufbaust (z. B. „Ich bin in Sicherheit. Ich darf fühlen.“),
wie du diesen Zustand im Alltag gezielt nutzen kannst – als Rückzugsort, wenn alles zu viel wird.
Diese Einheit ist wie ein innerer Safe Space – nicht um dich abzuschotten, sondern um dich zu stärken.
Fazit: Dein Weg darf sanft sein
Dieser Kurs ist kein Lehrbuch. Er ist ein stiller, kraftvoller Begleiter.
Er erinnert dich daran:
„Du darfst traurig sein.
Du darfst dich verlieren.
Aber du darfst dich auch wiederfinden.“
Ich habe ein breites Studium in Medizin, Molekularer Biotechnologie, Life Science, Computer Science und Psychologie absolviert und war als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Medizinischen Hochschule Hannover sowie der Leibniz Universität Hannover tätig. Seit 2012 führe ich meine eigene Praxis für mentale Gesundheit in Hannover.



